Beziehungsweisen - dein Podcast für dein Beziehungserleben und deine Gefühlswelt

Beziehungsweisen - dein Podcast für dein Beziehungserleben und deine Gefühlswelt

Denn alles in deinem Leben steht und fällt mit dir!

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge von deinem Lieblingspodcast Beziehungsweisen mit mir Kim Sternemann.

00:00:07: Heute mal zu einem Thema, was wir tatsächlich glaube ich so noch nie im Podcast behandelt haben.

00:00:12: Ich habe da schon in meinen Coachingräumen oder auch in der Ausbildung öfter drüber gesprochen.

00:00:18: aber ich mag heute in der podcastfolge wirklich mal darüber reden worum es geht wenn ein Liebespaar, also ein Mann und eine Frau in dem Sinne sich dazu entscheiden eine Familie zu gründen.

00:00:31: Und welcher Herausforderungen und Höden Elternschaft mit sich bringt?

00:00:35: Und mag mit dir auch wirklich einmal traumasensibel auf die ganze Thematik blicken rund um Kindererziehung.

00:00:42: Mir ist wirklich ganz wichtig wenn wir über diese Vorreden dann geht es nicht darum dass irgendjemand etwas falsch gemacht hat oder richtig gemacht hat sondern wirklich viel mehr darum einmal zu gucken, was ist denn das?

00:00:55: Wo der Fokus wirklich hingehört und warum erleben ganz viele Paare auch mit dem Zuwachs eines Kindes um mit der Familiengründung.

00:01:04: Oftmals auch so eine Entfremdung innerhalb der Partnerschaft und auch eher so ein Verlust also dass es ganz viel passiert, dass Menschen die Anbindung in der Partnerships zueinander verlieren Oder aber auch, dass da ganz schnell die Partnerschaft anfängt zu kippen bis hin zu dem Gedanken an Trennung.

00:01:25: Obwohl gerade ja irgendwie so dieser Grundwunsch von wir sind jetzt eine Familie und wir kriegen Kinder entstanden ist.

00:01:33: Und ich würde mich immer freuen wenn natürlich diese Podcast-Folge mit einem Daumen hoch versehst, einem Abo sie mir jemandem teilst oder ein Kommentarer lässt damit einfach der Algorithmus meinen Podcast noch viel mehr Menschen ausspielt.

00:01:46: Wenn du Interesse ebenfalls hast an meinem Beziehungskoaching, an deiner persönlichen Weiterentwicklung oder aber grundsätzlich an dem großen Thema rund um Beziehungen.

00:01:54: Dann kannst du dich für ein kostenloses Beziehungsanalysesgespräch bei mir melden.

00:01:59: dazu findest du einen Formular in den Show Notes und dieses Formular musst du tatsächlich vollständig ausfüllen weil du erst dann von mir eine Nachricht bekommst und auch einen Terminvorschlag.

00:02:10: Ich freue mich also, wenn wir uns dann ganz bald bei Zoom treffen.

00:02:14: Und jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Spaß mit der heutigen Podcastfolge!

00:02:19: Das ganze Thema rund um Eltern schafft ist natürlich eines was extrem komplexes.

00:02:25: Denn sind wir mal ehrlich?

00:02:26: Wir reden halt hier darüber dass ein neuer Mensch in die Beziehung hinzukommt und das verändert natürlich erstmal wirklich alles.

00:02:35: Also es fordert neue Kompetenzen und Fähigkeiten, als auch dass sich diese Grunddynamik von Es gibt mich und es gibt dich völligst auf den Kopf stellt.

00:02:47: Und in dieser Folge geht's mir wirklich weniger darum dir noch mal nahezulegen, was da nicht alles getan werden muss.

00:02:55: Damit das gut für alle beteiligten Parteien ausgeht, sondern viel mehr.

00:02:59: Dass wir einfach mal liebevoll und traumasensibel auf die Hürden blicken, die sich einfach daraus auch ergeben können wenn aus einer Paarbeziehung eine Familie entstehen soll.

00:03:11: Und was meines Erachtens nach aufgrund der ganzen Beziehungsarbeit eben auch der Fokus ist den es braucht damit Für die Eltern als auch für die Kindern einfach wirklich eine schöne Erfahrung sein kann und weniger eine, die noch mehr Stress- und Herausforderungen in das eigene Leben mit sich bringt.

00:03:30: Das was mir in erster Linie wichtig ist dass wir einmal gucken müssen – Was ist denn eigentlich das was sich verändert?

00:03:37: oder aber auch was wird das was wichtiger wird wenn ein Kind hinzukommt?

00:03:42: Dazu muss man, glaube ich einmal entstehen.

00:03:44: Ein Kind entwickelt sich eben nicht nur in der direkten Beziehung zu Mutter und Vater sondern vor allem innerhalb des erlebten Beziehungssystems Und die Qualität des Familien-Systems also vor allem die Beziehungen der Eltern beeinflusst ganz wesentlich wie sicher reguliert und verbunden ein Kind aufwächst.

00:04:05: Wenn wir das mal so mit psychologischen Fakten belegen Dann ist es hier wirklich sinnvoll einmal zu verstehen.

00:04:11: Wenn ein Kind hinzukommt, dann kommt natürlich ein weiterer Mensch ins System der hochgradig abhängig ist also der in Anführungsstrichen noch nicht so viel kann weil dieser kleine sehr unfertige Mensch nach neun Monaten geboren wird und wirklich ein hundert prozent von der elterlichen Fürsorge der älterlichen Zuwendung abhängigt ist.

00:04:33: Und eine Sache die hier mit beginnen Das Eintritt in die Herkunftsfamilie für dieses Wesen wichtig ist, dass ein Kind sich wirklich zunächst über die Bezugspersonen reguliert.

00:04:47: Es kommt mit einem nicht ausgereiften Nervensystem zur Welt und ist wirklich darauf angewiesen, dass Mama und Papa die Zustände wahrnehmen sie beantworten und sie mit regulieren.

00:04:58: Das heißt gerade da zu dem Beginn es ist unfassbar wichtig das ich das als Eltern weiß dass das natürlich die Herausforderung ist, weil da ist jetzt einfach eine dritte Person, die Tag und Nacht von mir gebraucht wird.

00:05:12: Die Tag-und-Nacht an mir dran sein möchte.

00:05:14: Und das ist natürlich vor allem für die Mutter in der Regel sehr belastend!

00:05:19: Hier geht es ganz viel schon darum, dass natürlich diese Anfangsbeziehungen zwischen Mann und Frau an dieser Stelle schon auf wirklich soliden Füßen stehen sollte.

00:05:29: Das heißt, dass der Mann in der Lage ist Das auch abzusehen, dass das vor allem eine riesengroße emotionale und auch körperliche Belastung für seine Frau werden wird.

00:05:39: Mal abgesehen davon, dass eine Geburt hochtraumatisch sein kann und vor allem diese ersten Wochen nach der Geburt ja auch wirklich dafür da sind sich erst einmal in dieser Situation einzufinden.

00:05:50: Das zweite ist, dass es hier natürlich auch darauf ankommt wie organisieren wir uns eben als Paar auch als Team.

00:05:57: Selbst wenn der Mann nicht stillen kann, ist er dennoch ja als außenstehende Person in der Lage sich einzubringen indem er für das Kind sorgt, indem es wickelt oder aber indem er halt die Mutter versorgt.

00:06:08: und da kriegt diese Beziehung natürlich nochmal einen anderen Rahmen.

00:06:14: und ich will nicht sagen, da verliert sich die Augenhöhe sondern viel mehr, da verändert sich die pflegebedürftig ist, sondern möglicherweise auch eine Partnerin die ein höheres Maß an Unterstützung braucht.

00:06:28: Und ich glaube das häufig dass es zumindest das was ich durch meine Klienten mit bekomme gerade diese anfängliche Beziehung für die meisten Paare eine ganz große Herausforderung darstellt weil die Mutter hoch belastet ist durch Schwangerschaft geburt und natürlich durch ihre neue Aufgabe als Mutter.

00:06:46: plus.

00:06:47: sie wird selber auf einer Art und Weise enorm bedürftig und braucht einfach mehr Unterstützung durch ihren Partner.

00:06:54: Das heißt, das ist meistens der Rahmen wo es anfängt zu kriseln weil da natürlich auch organisatorisch einfach viele Dinge ganz anders stattfinden müssen oder ablaufen müssen wie das vielleicht vorher der Fall war.

00:07:05: plus dann ist natürlich auch die Frage ne?

00:07:07: Wie lange sie in Mutterschutz?

00:07:09: kann der Vater sich der Urlaub nehmen?

00:07:11: gibt's andere Menschen im Umfeld die diese Situation mittragen können?

00:07:16: am Anfang und Ich weiß nicht, ob es dir auffällt.

00:07:18: Aber vielleicht kriegst du schon auch beim Zuhören mit, dass die Veränderungen von einer Paarbeziehung hin zu einer Familie ganz viel Neues erfordert und Neues vor allem auf der Beziehungsebene.

00:07:32: Das heißt Positionen verschieben sich, Bedürftigkeiten verändern sich, Unterstützung ist einfach viel mehr gefragt.

00:07:39: Und das ist etwas wo sich gerade am Anfang eben zeigt.

00:07:43: sind alle Beteiligten, in dem Fall Mama und Papa.

00:07:46: Und vielleicht auch die Unterstützung durch das Umfeld... ...in der Lage Hilfe den Anruf nehmen zu können oder aber auch sich so ganz doll bedürftig machen zu können.

00:07:56: Das ist etwas, dass zeigt sich dann oft wirklich auch im diesen Anfängen.

00:07:59: also bin ich in der Lage mich um Sorgen zu lassen, bin ich in der Lage dass der andere sich um mich kümmert und vor allem auch sieht der Partner das.

00:08:09: Also sieht der partner, dass es hier einfach eine andere Erforderlichkeit gibt an der Stelle.

00:08:15: Und damit stehen wir eigentlich auch schon so ein bisschen indem worum's mir in der Folge geht nämlich weniger darum dass ein Kind ganz viel Verantwortung und Fürsorge bedeutet, sondern eben auch das eine Partnerschaft die sich dafür entscheidet einen kind zu bekommen Ein enormes maß an Beziehungsfähigkeit mitbringen muss.

00:08:33: Das heißt es geht An der stelle nicht mehr nur darum können wir absprachen treffen können Wir verantwortung übernehmen Sondern vor allem auch Können wir uns Emotional auf den anderen verlassen können wir uns in soweit hier fallen lassen Ich als Frau oder aber auch du, als Mann in der Lage bist mitzukriegen was für eine verletzliche Situation das am Anfang ist und auch bleiben kann.

00:08:58: Weil gerade wenn ihr zum ersten Mal Eltern seid braucht es einfach da wirklich ein großes Feingefühl und auch ein gewisses Containment also eine Kapazität um mit diesen ganzen neuen Herausforderungen und Stressoren auch umgehen zu können.

00:09:12: Und dass was ich immer wieder erlebe bei Paaren die ein erstes Kind kriegen oder auch ein zweites Kind dass gerade die Fähigkeit mir einzugestehen, das ich etwas noch nicht kann.

00:09:24: Dass sich das vielleicht zum ersten Mal erlebe, dass ich an gewisser Stelle noch gar nicht weiß wie es gehen soll oder wie's sein könnte und auch, dass Ich wirklich davon abhängig bin, dass der andere mich emotional körperlich mit stützt, dass er sich mehr in den Alltag mit einbringt, dass der nicht stillt, der vielleicht nicht twenty four seven am Anfang in dieser Marmenrolle ist.

00:09:52: Sondern kann ich zulassen dass auch er auf seine Art und Weise Raum einnimmt.

00:09:56: Und das sind Faktoren die alle dahingehend da rein spielen und die Frage stellen bin ich zu dem Zeitpunkt in der Lage bin ich so beziehungsfähig meine eigene Verletzlichkeit mein eigenes Schwachsein mein eigen es Ich brauche jemand anderen zuzulassen Und ich habe den Eindruck, dass sich da auch eben dann zeigt das es für viele Menschen extrem herausfordernd ist.

00:10:23: Der zweite wichtige Aspekt an der Stelle ist, dass gerade dieses emotionale Milieu mit der größte Teil von dem heranwachsenden Kind ist.

00:10:35: Das heißt die Paarbeziehung ist die emotionale Umwelt des Kindes und hier ist es einfach so viel wichtiger zu verstehen nicht ausschließlich zum Zeitpunkt der Geburt oder aber auch nach der Geburt in diesen ersten Wochenbettphasen, sondern generell die ersten man könnte fast sagen vierzehn Jahre des Kindes wird es hauptsächlich geprägt davon wie die eigenen Eltern also Mama und Papa mit ihren eigenen Herausforderungen.

00:11:03: Mit ihren eigenen Ängsten und ihren eigenen Sorgen, mit ihren eigenem Gefühlen umgehen und wie sie das auch miteinander tun.

00:11:10: Das heißt ein Kind wird maßgeblich dadurch beeinflusst, wie stabil die Elternbeziehung ist.

00:11:16: Wie reden die Eltern miteinander?

00:11:18: Wie werden Konflikte gehandhabt?

00:11:20: Darf man hier Bedürfnisse haben?

00:11:22: Sind wir verbunden miteinander oder leben wir distanziert?

00:11:26: Kann man sich entschuldigen?

00:11:27: Ist es erlaubt Wüten zu sein?

00:11:29: Ist Es erlaub traurig zu sein Oder erleben alle Beteiligten eher immer wieder Konflikte miteinander, die zu Liebesentzug führen, Mauern, Kontaktabbruch.

00:11:40: Ist der Umgang eher harsch miteinander?

00:11:42: Also ist das Milieu wirklich geprägt von Liebe und Verständnis und Respekt und auch einem schönen Miteinander oder ist es wirklich immer wieder so dass einfach Spannungen durch die Paarbeziehung sich auf alle Betteiligten auswirken.

00:11:58: Und das was ich einfach Immer wieder erlebe in meinem näheren Umfeld aber eben auch durch die Arbeit mit Paaren und ganzen Familien bis hin zu Patchwork-Familien ist, dass Kinder ein Spiegel der Paarbeziehung sind.

00:12:12: Das heißt Kinder zeigen, tragen nach außen durch ihr eigenes Verhalten, durch ihre eigene Emotionalität, wie sie selber auch zeigen ob sie Containment haben oder ob sie wirklich viel disreguliert sind zeigen letztendlich, was in der Paarbeziehung schon vorhanden ist.

00:12:33: Ich würde immer hingehen und den Fokus weg vom Kind nehmen und hinzu, was machen die Eltern?

00:12:40: Und das, was ich ganz oft höre in Paarberatungen ist, dass die Eltern einen furchtbaren Umgang miteinander haben!

00:12:49: Und ich sage das deshalb so dramatisch, weil ich glaube dass ganz vielen Paaren da draußen gar nicht bewusst ist was für einen massiven Einfluss ihre Liebesbeziehung auf ein Kind nimmt.

00:12:59: Wir sind noch sehr damit connectet, dass wir sagen ja Hauptsache wir trennen uns nicht und mein Kind wird kein Scheidungskind.

00:13:06: Wenn wir das Ganze mal umdrehen dann muss man wirklich in Frage stellen ob die Kehrseite besser ist und mit furchtbarem Umgang meine die meist unterschätztes, unterschätzte Form von Bindungstrauma sind Eltern, die permanent in Konflikte miteinander verhaftet sind.

00:13:22: Die aggressiv miteinander umgehen, die passiv aggressiv mit einander umgehen und sich gegenseitig Sprüche drücken, wo Konflikte sich ganz schnell ins Unermessliche nach oben schaukeln, wo dann irgendwie tagelang nicht miteinander geredet wird oder wo der andere bestraft, beschimpft und auch kritisiert wird.

00:13:39: Und all das nimmt einen enormen Einfluss auf ein Kind!

00:13:44: Also ein Milieu innerhalb der Herkunftsfamilie, wo permanent Spannung herrscht, wo es angespannt ist.

00:13:49: Wo so eine Form der Aggression auch mitschwingt – ist etwas was mit am schlimmsten für ein Kind sein kann.

00:13:57: und ich mag dir an dieser Stelle wirklich auch erklären warum Denn du kannst mal selber reinspüren und vielleicht kennst du es auch von deinen eigenen Eltern.

00:14:05: Eine Milieu oder eine Atmosphäre in der immer Spannung herrscht, indem du immer im Ton und auch in der Haltung und in der Sprache von deinen Eltern mitkriegst dass jemand wütend ist löst natürlich in dir die Angst aus das es irgendwann sein kann dass sich diese Wut und dieser Aggression auch gegen dich richtet.

00:14:23: Das bedeutet deine Eltern werden ganz ganz unsichere Bezugspersonen für dich weil Ich ständig befürchten muss, dass der andere hier irgendwann hochgeht.

00:14:33: Dass der andere irgendwann seine Wut und seine Aggression auch gegen mich richtet.

00:14:38: Dass die Art und Weise wie die Eltern miteinander umgehen, irgendwann so auch mit mir umgehen.

00:14:44: Und das ist natürlich etwas was eine ganz große Unsicherheit und Unberechenbarkeit zurücklässt, die für ein Kind kaum auszuhalten ist weil es keinen Kontext hat Also weil es wirklich nicht erklären kann, meine Eltern sind gestresst.

00:14:59: Die wissen selber nicht wie man mit Wut umgeht.

00:15:01: Die haben selber keinen guten Umgang mit Aggressionen.

00:15:04: Die sind schnell getriggert voneinander so die fühlen sich wenig wertgeschätzt und so weiter und sofort.

00:15:08: sondern das was ich als Kind erlebe ist Ich und mit Kind meine ich wirklich alles bis ungefähr sieben bis zwölf, ja.

00:15:17: Bis dann sich dann einer vielleicht mal die Zeit nehmen würde mir zu erklären warum wir immer miteinander streiten ob offensichtlich oder auch passiv aggressiv.

00:15:26: das heißt ich wachse in einem Milieu auf was geprägt ist von Anspannungen Wut und Aggression.

00:15:34: Das ist etwas, wo ich oftmals wirklich erschüttert bin.

00:15:39: Wie wenig Verständnis wir dafür haben dass das wirklich kein gutes emotionales Umfeld für ein Kind ist Dass das etwas ist was einen Rieseneinfluss auf meine Tochter oder meinen Sohn nimmt weil Wir in unserer Partnerschaft keine Verantwortung dafür übernehmen dass wir gesund mit unserer Wut umgehen können.

00:15:58: und Streit ist generell etwas und da sind die meisten Paare immer ein bisschen entsetzt, wenn ich das sage was in keiner Liebesbeziehung hört.

00:16:06: Ja, also natürlich kann es eine super wertvolle Erfahrung sein.

00:16:10: Wenn wir bemerken, wir haben einen Konflikt miteinander und danach geht unsere Verbindung weiter.

00:16:15: Das wiederum ist natürlich was ganz wichtiges.

00:16:17: Was ich meine wenn ich über Streit- und Auseinandersetzungen rede, ist dass die meisten Menschen in Streitigkeiten laut werden wirklich sehr abwertend in ihrem ganzen Ausdruck ihrer Körpersprache sind.

00:16:29: Also da werden Augen gerollt Da wird sich weggedreht Da werden schnippische Kommentare gemacht sendet man auf eine ganz oftmals bewusste Art und Weise auch in gewisse Form der Abneigung an der Stelle.

00:16:42: Und das ist etwas, dass passiert in jeder zweiten Beziehung.

00:16:48: In jeder zweiten beziehung erlebe ich Paare die auf einer Art und Weise miteinander kommunizieren, die maßgeblich geprägt ist von Beschämungen, Abwertungen – Ich belächel dich, ich kritisiere dich oder ich werte dich offensichtlich oder subtil ab!

00:17:03: Und diese Form der Paarbeziehung kriegt ein Kind ab.

00:17:07: Durch die Art und Weise, wie ihr miteinander umgeht ist es zum einen so dass dieses Kind in diesem emotionalen Milieu heranwächst und zum anderen bringt ihr eben auch bei was sein normal für Beziehungen ist.

00:17:21: Ich hoffe ich hoffe das ich dir irgendwie durch diese Folge wirklich mitgeben kann.

00:17:26: Es ist deine Aufgabe als Partner oder Partnerin dich zu fragen warum du nicht mit deiner Wut umgehen kannst.

00:17:36: Was in deinem Leben ist dir passiert, warum du so mit dem Menschen den du liebst, mit dem du eine Familie gegründet hast, umgehst?

00:17:44: Warum lässt du zu dass ein Kind in so einer Atmosphäre aufwächst?

00:17:48: und ich weiß es gibt ganz viele Menschen die sagen ach ja das ist doch nicht so schlimm und Streit muss doch auch mal sein.

00:17:54: Ich weiß was du meinst.

00:17:55: uns geht mir auch nicht darum dass wir über so ne Pseudo Harmonie reden sondern mir geht's wirklich darum Streitigkeiten, so wie die meisten Menschen miteinander streiten.

00:18:04: Nämlich dass sie ganz schnell beleidigend werden aus der Haut fahren das gar keine normale Kommunikation an der Stelle mehr möglich ist.

00:18:12: also ihr redet ja oftmals gar nicht mehr darüber was wirklich in euch vorgeht sondern vielmehr darüber Was euch triggert ohne dass ihr dem anderen sagen könnt was euch triggert.

00:18:19: und dann habt ihr ein liegt ja ein Verhalten an den tag was hoch aggressiv ist in den meisten fällen Und damit zu bekommen Wie furchtbar Das ist dass ich die person die ich liebe an irgendeinem Punkt als Feind wahrnehme, weil mein ganzes System Gefahr sendet und ich da gefühlt in den Angriff gehe.

00:18:40: Und meine Ich muss dagegen Sparta

00:18:42: kämpfen.".

00:18:43: Das sind eben solche Faktoren, die anhand der eigenen Beziehungsfähigkeit erkannt werden können dass das Konsequenzen für ein Kind hat.

00:18:53: D.h.,

00:18:55: was in den Fokus stellen möchte ist, die Paar-Dynamik wird noch relevanter wenn ein Kind hinzukommt.

00:19:03: Nicht weil ein Kind automatisch Herausforderungen oder Probleme verursacht sondern weil es eben eine andere Belastung gibt und eine Belastungs innerhalb einer Paarbeziehung oder aber auch eines entstehenden Familiensystems immer zeigt wo die Schwachstellen sind.

00:19:19: das heißt gerade dann wenn weniger schlaf weniger Paarzeit, mehr organisatorische Aufgaben unterschiedliche Bedürfnisse finanzielle Belastung zeitliche Belastungen individuelle Ressourcen einfach weniger führen zeigen sich unsere Beziehungsmuster um so deutlicher.

00:19:36: Das heißt gerade da wenn ihr jetzt vielleicht in dem Erleben seid von ihr habt schon ein Kind und das ist noch einen kleinen kind oder denkt über ein zweites Kind nach würde ich immer immer erst einmal hängen und gucken und sagen wie verhalten wir uns wenn es stressig wird.

00:19:52: Wie verhalten wir uns, wenn wir getriggert sind?

00:19:58: wenn wir überfordert sind, wenn uns etwas zu viel ist.

00:20:00: Und genau an der Stelle zeigt sich deine Beziehungsfähigkeit.

00:20:04: Da zeigt sich das ihr entweder ganz panisch werdet und denkt oh nein, das darf alles nicht passieren weil wir wollen unser Kind nicht traumatisieren oder wir machen jetzt alles anders als unsere Eltern oder dass ihr überhaupt ein Gefühl dafür bekommt, dass eure eigenen Verhaltensweisen einen Einfluss auf eurer Kinder nimmt sondern es geht hier viel mehr wirklich darum den Kontakt zu sich selbst an der Stelle, wieder ein bisschen mehr zu schärfen und mitzukriegen.

00:20:28: Warum mache ich was Ich mache wenn ich überfordert bin?

00:20:30: Wenn ich Hilfe brauche, wenn ich bedürftig bin... ...wenn es mir eh schon so viel ist!

00:20:35: Also wie gehe ich da innerhalb meiner Beziehung mit meinem Partner um.. ..und wie geh' ich da vielleicht auch mit meinem Kind um?

00:20:42: Bis hinzu dass natürlich auch ein Teil der Pardynamik oftmals sein kann das so ein Kind gedacht ist als der Verstärker von vielleicht Hürden und Hindernissen, die wir eh schon nicht miteinander sehen wollen.

00:20:55: Also gerade dann wenn die Beziehung vorher eh schon problematisch war und es vielleicht auch noch keinen Arbeiten gab an der Beziehungen ist die Entscheidung für ein Kind finde ich ganz oft fragwürdig sondern ich würde immer erst mal hängen und sagen hey Am Ende weiß man eh nicht was bekommen an für ein Kind.

00:21:13: Welche Persönlichkeit bringt es mit?

00:21:14: Welchen eigenen Lebensweg wird es auch gehen, sondern das, was ich immer in Frage stellen würde ist... Was mache ich wenn es für mich herausfordernd wird?

00:21:22: also wie gehen wir auch als Paar und Team mit Konflikten und Herausforderungen um?

00:21:27: Und wenn ihr da schon bemerkt dass sie oft aneinander geratet Dass ihr Dinge vielleicht unter den Teppich kehrt, dass er dann tagelang nicht miteinander redet oder dass hier so ganz hässlich zueinander werdet Würde ich infrage stellen ob das nicht etwas eher wäre woran ich zumindest vorher mal arbeiten würde.

00:21:42: oder aber wenn ihr schon eine Familie seid, dass ihr spätestens dann Verantwortung dafür übernimmt.

00:21:47: Ich finde immer gerade, wenn ein Kind hinzukommt, dann gibt es immer so eine Differenzierung zwischen wie will ich als Elternteil sein und wie sind wir als Paar?

00:21:57: Und du kannst die besten Absichten haben – die beste Mutter werden zu wollen alles für den Kind tun zu wollen und auch der beste Vater sein zu wollen.

00:22:04: Trotzdem ist entscheidend, wie ihr als Paare miteinander reagiert weil steht stellvertretend für die ganze Welt von einem Kind.

00:22:13: Ihr zeigt denen, was Liebe bedeutet, was Bindung bedeutet, Was Konflikt bedeutet?

00:22:18: Wie man mit seinen Gefühlen umgeht wie man mit seinem Bedürfnissen umgeht, wie man Mit seines eigenen Wollen und seinen Wünschen umgeht.

00:22:27: Und ein Kind sollte finde ich nicht in einem System irgendwann unbewusst die Aufgabe übernehmen müssen Die eigenen Eltern emotional zu regulieren oder zusammenzuhalten.

00:22:37: Denn nochmal für ein Kind ist das Milieu der Partnerschaft der Eltern die ganze Welt.

00:22:44: Eure Paarbeziehung entscheidet darüber, in welche Atmosphäre dieser kleine Mensch aufwächst und was er ihm beibringt.

00:22:50: Und dabei ist einfach der Fokus viel, viel wichtiger!

00:22:56: Nicht unbedingt hinzugehen, was muss jetzt machen um meinem Kind die perfekte Kindheit zu ermöglichen sondern Was können wir als Eltern über uns lernen und vielleicht noch entwickeln damit das für alle Beteiligten hier eine schöne Sache wird.

00:23:09: Damit Familie nicht etwas wird wir erneut so erleben müssen, wie ihr vielleicht selbst mit euren Eltern erlebt habt.

00:23:17: Sondern wo könnt ihr selber vielleicht noch die blinden Flecken eure Beziehungsfähigkeit erweitern?

00:23:22: Und ich selber sehe einfach immer... Ich glaube das ein großes zentrales Thema ist.

00:23:27: man kann sich schon ganz viel natürlich belesen rund um was brauchen Kinder, was ist da irgendwie, was hat es damit der Entwicklungspsychologe auf sich?

00:23:35: sondern eher viel mehr die Herausforderung mitzukriegen dass wir oft vergessen Dass es die Beziehung ist, die wir zu dem Mann oder der Frau führen in den Kinder aufwachsen.

00:23:47: Das heißt unsere Partnerschaft ist das stabile Fundament für eine gesunde Entwicklung von einem kleinen Menschen.

00:23:55: und das ist etwas wo ich einfach immer wieder sehe dass Paaren oder auch wenn einer von beiden im Beziehungscoaching ist so unfassbar Hilf zu verstehen, es ist das Beziehungssystem an dem wir arbeiten müssen.

00:24:07: Nicht unser Kind was irgendwie Unterstützung oder Hilfe braucht und hier geht's auch wirklich weniger um eine Schuldzuweisung sondern eher um ein Anerkennen dass Elternschaft wirklich keine Kleinigkeit ist, sondern das ist eine riesengroße Verantwortung und es ist vor allem eine große Verantwortung irgendwann diesen Perspektivwechsel zu vollziehen.

00:24:27: von ich gucke nicht auf mein Kind oder ich guke nicht ausschließlich auf meinen Kind, sondern ich blicke auf mich und uns als Erwachsene und gucke wo hakelt es an unserer eigenen Beziehungsfähigkeit innerhalb der Paarbeziehung die einen viel größeren Impact auf meinem Kind hat.

00:24:43: Also was ist das?

00:24:47: Ich selber sehen kann, es geht gar nicht um eine perfekte Kindheit.

00:24:50: Sondern es geht einfach darum dass wir als Erwachsener bereit sind Verantwortung für unsere eigenen Beziehungsmuster zu übernehmen damit wir die Nicht an unseren Kindern aus agieren Damit unsere Kinder nicht zum Blitz ableiter werden unserer paar beziehung Damit unsere kinder lernen dürfen wie geht man gesund mit seinen gefühlen?

00:25:07: Um?

00:25:07: was ist das was in uns vorgeht?

00:25:09: Wie können wir eine liebevolle kommunikation miteinander erarbeiten?

00:25:13: und am ende des tages ist Ja, egal ob das vorher passiert oder während der neuen Aufgabe als Eltern.

00:25:21: Meiner Meinung nach es ist wichtig dass es überhaupt passiert Das an irgendeinem Punkt Eltern wirklich die vollumfängliche Verantwortung für eigenes Verhalten übernehmen Für ihre eigene Beziehungsfähigkeit damit oder gerade weil sie dadurch ein Familiensystem einfach nachhaltig so positiv beeinflussen können.

00:25:39: Ich bin immer neugierig, wie es für euch ist.

00:25:41: Das heißt ich freue mich immer wenn ihr einen Kommentar da lasst oder wenn ihr mir auch bei Instagram eine Nachricht schickt und mir erzählt, wie erlebt ihr eure Elternschaft?

00:25:48: Wie erlebt ihr die Problemate oder Problematiken, die in euren eigenen Paarbeziehungen auch erlebt durch den Zuwachs von Kindern oder aber auch gerade weil ihr euch dafür entschieden habt eine Familie sein zu wollen?

00:25:59: nicht dass du trotz mag ich zum ende auch sagen ich glaube das Kinder ein riesengroßer Zugewinnen sein können und natürlich eine große Herausforderung sein können, wenn denn dann die eigene emotionale Kapazität eh schon angeknackst ist.

00:26:14: Also wenn ich selber vielleicht schon sehr vorbelastet bin oder aber generell noch gar nicht so genau weiß warum weshalb wieso mich bei Herausforderungen und Überforderung schnell auf eine bestimmte Art und Weise verhalte, die tendenziell eher destruktiv ist.

00:26:28: das heißt auch hier es gibt viel Hoffnung und auch Entwicklung für alle unsere Bindungsmuster und Ich glaube dass wir's hinkriegen können tolle Paarbeziehungen in dieser Welt zu gestalten, damit eine ganz wundervolle gesunde und glückliche Elternschaft für alle beteiligt möglich ist.

00:26:46: Denn es geht mir hier nicht nur darum wie's für das Kind ist sondern es geht mich vor allem auch darum dass ich einfach mehr Paaren wünsche, dass sie eher eine stressfreie Elternschaft erleben können also dass Sie vor allem noch nicht erleben müssen, dass sich die Anbindung in der Beziehung verliert, dass Sie weiterhin eine schöne Paar-Beziehung miteinander haben können Und das ganze Konzept von Familie auf beide Parteien verteilt wird und es allen Beteiligten gut gehen darf in dem System.

00:27:13: Ich freue mich, von dir zu hören!

00:27:14: Ich freu' mich wenn du vielleicht auch was für dich mitnehmen konntest an der Stelle und bin gespannt wie es dir damit geht.

00:27:23: Jetzt dabei erst einmal vielen lieben Dank fürs Zuhören und bis ganz bald wenn's wieder heißt.

00:27:28: herzlich willkommen bei deinem Lieblingspodcast.

Über diesen Podcast

Der Podcast 'Beziehungsweise' mit und von Kim Sternemann thematisiert alles rund um Beziehungsthemen, wie Trennung, Verlust- und Bindungsangst, Streit und Konflikterleben als auch den Umgang mit all den dazugehörigen Gefühlen. Ich möchte Dich durch praxisorientiertes Wissen in deiner persönlichen Entwicklung zu unterstützen und dir Mut für die Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens machen.

Mit lebendigen Wissensvermittlung und persönlichen Erfahrungen möchte ich dich mitnehmen in das breite Spektrum von Beziehungsdynamiken und Gefühlen. In etwa so als würden wir in eine neue Welt abtauchen, die es immer gab, doch um die kaum Einer wusste. Dieser Podcast dient dir endlich zu verstehen worum es bei unglücklichen Beziehungen, gescheiterten Ehen, Fremdgehen und Trennungen wirklich geht. Und dafür darfst du beginnen, dich mit dem Gedanken anzufreunden, dass du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist und Du alles was du erlebst beeinflusst. Hier lernst du, dass jede Lösung bereits in dir liegt und du jedes Hindernis meistern kannst.

von und mit Kim Sternemann

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